Bericht der Kemberger

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Jeder wusste, dass es ein richtungsweisendes Spiel war. Kemberg war nach zwei Niederlagen im Zugzwang, die Punktebilanz ist im grünen Bereich, aber die Leistungen nicht.  Gröbern trat selbstbewusst an, und das zu Recht, denn die Bilanz spricht für die Gäste. Die erste Hälfte war aus Kemberger Sicht unterirdisch, was da geboten wurde, spielte den Gästen in die Karten. Ohne sich groß anzustrengen gab es eine gefährliche Situation nach der anderen, weil Kemberg völlig neben den Schuhen stand. Die Bezeichnung Abwehr hatte an dem Tag in der ersten Halbzeit keine Berechtigung. Nach einer Viertelstunde gelang es aus unerfindlichen Gründen nicht, den Ball zu klären, obwohl dies möglich gewesen wäre. Über rechts geht es ab und die Flanke gelangt zum völlig frei stehenden Hannes Körsten, der sich die Ecke aussuchen kann. Dieser Treffer lähmte Kemberg regelrecht, was danach geboten wurde, ist nicht erklärlich. Jeder Ballbesitz der Gröbener sorgte für Gefahr, es gelang einfach nicht, auch nur ansatzweise Struktur in das Spiel zu bringen. Jeder Standard sorgte für Gefahr und in der 29. Minute wurde ein solcher vor das Tor geschlagen, die folgende Konfusion nutzte Victor Lutz zum 0:2. Nur 2 Minuten später war die Abwehr völlig konfus, rechts stand ein Gröberner völlig frei, konnte aber Nico Kohnert nicht überwinden, der mit seiner besten Tat einen höheren Rückstand verhinderte. Kurz vor der Halbzeit ein erster konstruktiver Kemberger Angriff, ein Einwurf gelangt zu Marc Seeger, der scharf nach innen flankt, der anschließende Kopfball von Bastian Schenk geht über den Kasten. Gröbern hat dann noch eine Chance nach einem Eckball, den Kohnert zu einer weiteren Ecke, die nichts einbringt, lenken kann. Nach der Pause die wohl entscheidende Situation, Gröbern durch Marc Stockmann im Strafraum und der Zweikampf wird mit einem Foul gestoppt. Diese Aktion wird so nicht gewertet und plötzlich ist Kemberg endlich präsent. In der 54. Minute wird die Gröbener Abwehr gepresst und nach einem Fehlabspiel gelangt Felix Uhrig an den Ball, der nach einigem Hin und Her zu Moritz Hillebrand passt und der schießt aus 8 Metern den Anschlusstreffer. Nur 5 Minuten später wird Tony Grahl geschickt, er dringt in den Strafraum ein, schlägt einen Haken und wird gefoult. Moritz Hillebrand verwandelt ganz sicher zum Ausgleich. Danach war es ein offenes Spiel, Kemberg fand aber endlich Zugriff und war nicht mehr so anfällig. Trotzdem gab es noch die eine oder andere Situation, die für Gefahr sorgte, Kemberg hatte dabei die größeren. Nachdem ein Eckball von Moritz Hillebrand von gleich drei Kembergern verpasst wurde, legte sich Hillebrand in der 76. Minute den Ball zu einem Freistoß aus 25 Metern zurecht. Diesen kann Gröberns Torhüter nur nach vorn abwehren und Felix Uhrig schaltet am schnellsten und trifft zum 3:2. Danach waren einige Möglichkeiten da, den Sack endgültig zu zu machen. Die gegen aufgerückte Gröbener gespielten Konter wurden zu fahrlässig gespielt, so dass Gröbern noch eine Chance hatte, die von Torhüter Kohnert zu nichte gemacht wurde. So wird die Halbserie mit 20 Punkten abgeschlossen, was wohl zu einiger Sicherheit führen sollte.